Häufige Fragen zur Psychotherapie in meiner Praxis in Taunusstein

Vielleicht überlegen Sie, ob eine psychotherapeutische Begleitung für Sie hilfreich sein könnte. Vielleicht haben Sie auch schon eine Vorstellung davon, wonach Sie suchen, und möchten wissen, ob meine Arbeitsweise zu Ihnen passt.

Hier finden Sie Antworten auf einige Fragen, die sich vor Beginn einer Psychotherapie häufig stellen. Gerne können Sie in einem ersten, unverbindlichen Telefonat alle weiteren offenen Fragen mit mir besprechen.

Wann ist Psychotherapie sinnvoll – und muss es mir dafür erst richtig schlecht gehen?

Nein. Sie müssen nicht warten, bis es Ihnen „schlecht genug“ geht, um sich psychotherapeutische Unterstützung zu suchen.

Manchmal gibt es eine konkrete Krise, Ängste, depressive Phasen oder anhaltende Erschöpfung. Manchmal sind es wiederkehrende Gedanken, Gefühle oder Beziehungsmuster, unter denen wir leiden. Und manchmal ist zunächst nur das Gefühl da, dass etwas im eigenen Leben nicht mehr stimmig ist oder die bisherigen Strategien nicht mehr weiterhelfen.

Psychotherapie kann dabei unterstützen, besser zu verstehen, was hinter diesen Schwierigkeiten liegt, neue Perspektiven zu entwickeln und einen anderen Umgang mit belastenden Gedanken, Gefühlen und Erfahrungen zu finden.

Dabei geht es nicht darum, alles Schwierige möglichst schnell „wegzumachen“. Mir ist wichtig, gemeinsam zu verstehen, was Sie belastet und was Sie brauchen, damit Veränderung möglich wird.

Was ist IFS – und wie funktioniert die Arbeit mit inneren Anteilen?

IFS steht für „Internal Family Systems“ und ist ein vom amerikanischen Psychotherapeuten Richard C. Schwartz entwickelter psychotherapeutischer Ansatz. Das Modell geht davon aus, dass unsere Persönlichkeit aus unterschiedlichen inneren Anteilen besteht.

Vielleicht kennen Sie solche inneren Widersprüche: Ein Teil von Ihnen möchte etwas verändern, während ein anderer lieber alles beim Alten lassen möchte. Ein Teil weiß, dass eine bestimmte Reaktion heute nicht mehr hilfreich ist – und trotzdem geschieht sie immer wieder.

IFS betrachtet solche Anteile nicht als Problem, das beseitigt werden muss. Auch Verhaltensweisen, die heute belastend sind, hatten häufig einmal eine wichtige Funktion und haben versucht, uns zu schützen.

In der therapeutischen Arbeit lernen wir diese inneren Anteile, ihre Bedürfnisse und ihre Geschichte besser kennen. Dadurch kann ein mitfühlenderer Umgang mit sich selbst entstehen und es können sich neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln.

Ich arbeite seit 2019 mit IFS und verbinde die Arbeit mit inneren Anteilen mit weiteren achtsamkeits-, akzeptanz- und mitgefühlsbasierten Verfahren.

Was bedeutet achtsamkeitsbasierte Psychotherapie – und muss ich dafür meditieren können?

Nein – Sie müssen weder Meditationserfahrung mitbringen noch regelmäßig meditieren, um von einer achtsamkeitsbasierten Psychotherapie profitieren zu können.

Achtsamkeit bedeutet zunächst, wahrzunehmen, was gerade da ist: Gedanken, Gefühle, körperliche Empfindungen und unsere gewohnten Reaktionen darauf. Häufig laufen diese Prozesse so automatisch ab, dass wir sie erst bemerken, wenn wir bereits mitten in einer Gedankenspirale oder einem alten Verhaltensmuster stecken.

In der Therapie kann Achtsamkeit uns dabei helfen, diese automatischen Muster früher zu erkennen und ihnen mit mehr Bewusstheit zu begegnen. Zwischen einem Gedanken oder Gefühl und unserer Reaktion darauf kann so wieder mehr Spielraum entstehen.

Achtsamkeitsübungen sind oft sehr hilfreich, aber kein Selbstzweck. Entscheidend ist, dass die therapeutische Arbeit zu Ihnen und zu Ihrer Lebenssituation passt.

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