Therapie – Verfahren

In den Therapiesitzungen wende ich moderne Psychotherapieverfahren wie IFS, ACT, CFT und MBCT  an, die alle auf dem jahrtausendealten Konzept der Achtsamkeit und des Mitgefühls basieren. In allen Verfahren habe ich umfassende Ausbildungen absolviert und Zertifizierungen erlangt. Aus diesem Repertoire kombiniere ich speziell für Ihre Bedürfnisse und Wünsche die passenden Elemente und Verfahren.

Lebenslanges Lernen und der regelmäßige Austausch mit Lehrer/-innen und Kolleg/-innen im Rahmen von Fortbildungen, Intervisionen und Supervisionen gehören zum Selbstverständnis meiner therapeutischen Arbeit.

IFS – Systemische Therapie mit der Inneren Familie

IFS-Therapie, die systemische Arbeit mit inneren Persönlichkeitsanteilen (entwickelt von Dr. Richard Schwartz), ist eine innovative, achtsame und hochwirksame therapeutische Vorgehensweise. Wir können unsere „Probleme“ in einer Weise verstehen, die uns stärkt und die uns innewohnende Kraft zur Selbstheilung aktiviert.

„Faust beklagte, dass er zwei Seelen in seiner Brust habe.
Ich habe eine ganze sich zankende Menge.“ (Bismarck)

Was Bismarck und Faust hier beschreiben, kennen viele von uns: Manchmal fühlen wir uns zwischen verschiedenen Aspekten unserer Persönlichkeit hin und her gerissen.

IFS geht davon aus, dass die menschliche Psyche aus vielen unterschiedlichen Anteilen besteht. Dabei hat jeder Anteil wertvolle Qualitäten und ist darauf ausgelegt, eine wichtige und wertvolle Rolle in unserem inneren System einzunehmen.
Aufgrund bestimmter Erfahrungen und Lebenssituationen in der Kindheit haben manche Persönlichkeitsanteile extreme Verhaltensmuster ausgebildet, die damals sinnvoll, heute in unserem Erwachsenenleben aber oft hinderlich sind.  IFS hilft, diese Persönlichkeitsanteile mit heute nicht mehr zweckmäßigen Verhaltensmustern von ihren hinderlichen Rollen zu befreien. Dies geschieht durch die wertschätzende und respektvolle Begegnung mit den Teilen und durch den Kontakt mit unserem inneren heilen und unverletzlichen Kern.

IFS kann erstaunliche Veränderungen bewirken, die eine tiefe Transformation und Heilung zu Folge haben und findet Anwendung bei verschiedenen Herausforderungen. Wenn auf diese Weise wieder Harmonie und Balance in unserem inneren System entsteht, kann sich ein Gefühl von Frieden, Klarheit und Zuversicht einstellen.

CFT – Compassion focused Therapie

Mitgefühl für sich selbst und andere

In diesem modernen Psychotherapieansatz, begründet von dem britischen Psychologieprofessor Dr. Paul Gilbert, steht die Entwicklung und Förderung von Mitgefühl im Mittelpunkt. Konzepte aus der Evolutionstheorie, der Bindungstheorie, den Neurowissenschaften sowie alten buddhistischen Geistesübungen fließen in diese Therapieform ein.

Neueste Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass Mitgefühl für sich selbst und andere äußerst positive Auswirkungen auf unseren Geist und Gesundheitszustand, unser Glücksempfinden sowie auf die Menschen in unserer Umgebung hat.
CFT wendet sich im Ansatz an Menschen mit chronischen und komplexen psychischen Problemen im Zusammenhang mit niedrigem Selbstwert und Selbstkritik und Scham und greift direkt auf unsere angeborene Fähigkeit für Mitgefühl zurück. Die erlernten Fertigkeiten und Kompetenzen können zu einem Erleben von innerer Ruhe, Wohlwollen, Freude an sozialen Beziehungen und einer Entwicklung von Mitgefühl für sich selbst und anderen gegenüber führen.

MBCT – Mindfulness Based Cognitive Therapy

Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie (MBCT) – Rückfallprophylaxe bei Depression

Die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie wurde von den Professoren Williams, Teasdale und Segal entwickelt, um Menschen mit ein- oder mehrfach durchlebter Depression eine Methode an die Hand zu geben, die das Risiko eines Rückfalls deutlich verringert.

MBCT kombiniert die Kernelemente aus dem MBSR-Programm mit Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie in einem 8-wöchigen Trainingsprogramm. Neben den formalen Achtsamkeitsübungen (Body-Scan, achtsame Körperbewegungen, Sitz- und Gehmeditation) und der Schulung der Achtsamkeit im Alltag, beinhaltet das Programm grundlegende Informationen zum Thema Depressionen und greift auf Übungen der kognitiven Verhaltenstherapie zurück.

Durch die Achtsamkeitspraxis können Frühwarnsymptome, die in Gedanken, Gefühlen und Körperempfindungen entstehen, rechtzeitig wahrgenommen, Grübelprozesse unterbrochen und so depressive Rückfälle vermieden werden. Damit das Programm wirksam sein kann, ist es notwendig, die im Kurs erlernten Übungen in den Alltag zu integrieren und täglich zu praktizieren. Teilnehmende erhalten dazu mp3-files mit Übungsanleitungen und umfangreiches schriftliches Material zum Nacharbeiten der Sitzungen.

Das MBCT-Programm richtet sich an Personen, die akut nicht depressiv sind, aber bereits mehrere depressive Episoden erlebt haben. Die aktuell vorliegenden wissenschaftlichen Studien lassen darauf schließen, dass die Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie eine wirkungsvolle Methode ist, um das Rückfallrisiko bei Patienten mit mehreren vorangegangenen depressiven Episoden um bis zu 50% zu reduzieren.

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